Reifendruck

Luftdruck

Die Luftdruckkontrolle wird häufig vernachlässigt, was in jedem Fall negative Konsequenzen hat. Denn der Reifen benötigt die Luft, um die Fahrzeuglast zu tragen. Entsprechend hängt der empfohlene Reifenfülldruck vom Fahrzeuggewicht, der Reifendimension und der zulässigen, maximalen Geschwindigkeit ab.

Bei zu geringem Luftdruck sinkt der Reifen im Bereich der Aufstandsfläche ein und liegt nur mit den Außenschultern auf. Die Folge: Die Kontaktfläche nimmt ab, der Reifen verformt sich, walkt und es kommt zu einer Temperaturerhöhung. Fahreigenschaften, Laufleistung und Lebensdauer des Reifens werden negativ beeinflusst.

Zu geringer Luftdruck führt zu:

  • Verminderter Fahrstabilität
  • Schlechterem Handling und Kurvenverhalten
  • Längeren Bremswegen
  • Schlechterem Aquaplaning-Verhalten
  • Höherem Rollwiderstand
  • Verringerter Laufleistung
  • … und im schlimmsten Fall zum Reifenplatzer

Der Reifenfülldruck sollte etwa alle 2 bis 4 Wochen am kalten Reifen überprüft werden. Am kalten Reifen deshalb, weil sich während der Fahrt durch die entstehende Erwärmung der Luftdruck erhöht und so das Bild verfälscht wird. Die korrekte Luftdruckangabe des Fahrzeugs findet man meist auf der Innenseite des Tankdeckels, der Innenseite der Fahrertür oder in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs.

Bei Fahrzeugen mit einem Luftdrucküberwachungssystem ist zu prüfen, ob und welche Schritte notwendig sind, um das System nach der Luftdruckkorrektur neu zu kalibrieren

Reifendruck-Kontrollsysteme (RDKS)

Seit dem 01. November 2014 sind Reifendruck-Kontrollsysteme (RDKS) in Neufahrzeugen der Klassen M1/M1G* Pflicht. Dies gilt laut EU-Verordnung 661/2009 bereits seit dem 01. November 2012 für alle neu typengenehmigten Fahrzeuge und seit dem 01. November 2014 für alle neu zugelassenen Fahrzeuge.

Der Gesetzgeber überlässt es den Fahrzeugherstellern, ob sie direkte oder indirekte RDKS verbauen, sofern diese die Anforderungen der ECE-Regelung 64 erfüllen. Bei direkt messenden Systemen, bei denen Luftdruck und Temperatur über Sensoren ermittelt werden, ist darauf zu achten, dass sowohl Sommer- wie auch Winterräder mit Sensoren auszurüsten sind. Alternativ zu den von den Fahrzeugherstellern verwendeten Sensoren können auch entsprechende Zubehörteile verbaut werden.